Savetheworld: WaterAid Teil1

Wasser und SanitĂ€ranlagen sind fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich -gehören einfach zum Alltag dazu. Wir kennen das Leben gar nicht anders. Ohne Trinkwasser? Ohne Toiletten? Ohne Duschen? Das können WIR uns gar nicht vorstellen. NatĂŒrlich… eigentlich wissen wir ja auch, dass es LĂ€nder gibt in denen es nicht genug Wasser gibt und keine SanitĂ€ranlagen aber die harte RealitĂ€t die kennt keiner so genau. Fakt ist:
-884 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sicherem sauberen Wasser (das ist einer von 8 Personen)
-2,6 Billionen Menschen haben keinen Zugang zu sanitÀren Anlagen (das sind 2/5 der Bevölkerung)
-1,4 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Diarrhea (Krankheit) als Folge der schlechten Wasserversorgung und der mangelnden Hygiene

Wenn man diese schlichten Zahlen liest, dann will man gerne etwas dagegen unternehmen. Aber was? Und vor allem wie? Man könnte natĂŒrlich ein paar Flaschen in ein Paket packen und beispielsweise nach Ethiopien verschicken -aber ist das sinnvoll? Hilft das den Menschen? ,,Nein”, dachte sich auch der EnglĂ€nder David Colett im Jahr 1981 und grĂŒndetete eine Organisation fĂŒr Hygiene und sauberes Wasser in LĂ€ndern, in denen es nicht selbstverstĂ€ndlich ist: WaterAid sollte ihr Name sein. Ziel war und ist es immernoch fĂŒr sanitĂ€re Anlagen und sauberes Trinkwasser in armen LĂ€ndern zu sorgen. Die ersten beiden Projekte starteten in Sri Lanka und Sambia -nach 4 Jahren kamen weitere zehn LĂ€nder -darunter Tansania dazu. Mittlerweile sind es 26 LĂ€der in Afrika, Asien und dem Pazifikraum. Außerdem möchte WaterAid möglichst alles dabei richtig machen -also auch fair. So werden z.B. Frauen, MĂ€dchen, alte Menschen, Behinderte und Diskriminierte mit in die Arbeit eingebunden, weil sie im normalen Alltag hĂ€ufig ausgeschlossen und ĂŒbersehen werden. Auch im internen Bereich versucht WaterAid fair zu sein. Die GrundsĂ€tze und die praktische Arbeit sind somit geprĂ€gt von allen Mitarbeitern seien es die Gemeinden z.B. in Afrika, Partnerorganisationen, freiwillige Helfer in England oder feste Angestellte. Weil die Arbeit auch in der Zukunft den Menschen nĂŒtzen soll, arbeitet WaterAid nachhaltig, innovativ und effektiv. Beispielsweise bringt WaterAid schon den Kindern den hygienischen Umgang mit Wasser und sanitĂ€ren Anlagen bei.
,,Dont let it drop!”, so lautet der Aufruf der Organisation und meint mit diesem Wortspiel, dass die Chefs aller LĂ€nder, die sich im September dieses Jahres dazu besinnen sollen ihr Abkommen von 2000 nicht fallen zu lassen, sondern alles daran setzen sollen ihr Ziel allen Menschen auf der Erde sauberes Trinkwasser und sanitĂ€re Anlagen zu ermöglichen zu erreichen. Um dafĂŒr zu kĂ€mpfen haben viele Menschen kurze Filmchen gedreht und zeigen sie bei Youtube:
Wenn ihr mehr ĂŒber WaterAid wissen wollt findet ihr unter: http://www.wateraid.org/ weitere Informationen.
© C.K.

2 Comments

  1. sck May 28, 2010

    apropos Afrika: das Buch Dead Aid von Dambisa Moyo wird heute heiß diskutiert, weil westliche Entwicklungshilfe stark kritisiert wird. Aber sie sagt, daß das Problem sind die Hilfen auf Regierungsebene, die in großem Maßststab etwa von der Weltbank an afrikanische LĂ€nder vergeben werden. Die sollten gestrichen werden, denn sie haben die Armut nur verschĂ€rft. (siehe http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~E2312C0F2B2C34EF89001399FD62DDA0C~ATpl~Ecommon~Scontent.html) Wenn auf diese Ebene etwas sich Ă€ndern könnte….

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  2. Coco und Mathilde June 2, 2010

    Ja, was sie sagt könnte womöglich die Wahrheit sein. Man sollte sich aber unbedingt erstmal informieren bevor man sich eine Meinung darĂŒber bildet!

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