Vom Meer

Sie machte den letzten Schritt auf den h├Âchsten Punkt der D├╝ne.
Dann sah sie es, dass wonach sie sich seit dem letzten Mal sehnt.

Das Meer.
Weite.
Endlose Weite.
Ein Kribbeln durchden ganzen K├Ârper.
├ťbersch├Ąumendes Gl├╝ck.
Sie wusste schon immer, dass sie f├╝rs Meer lebte. Eingeengt und sinnlos f├╝hlte sich ihr leben in der Gro├čstadt an. Doch wenn sie dann ├╝ber die D├╝ne steigt und schreiend dem Wasser entgegen rennt, dann ├╝bermannt sie alles.
Sie kugelt sich den Sand runter.
Dann bleibt sie liegen.
M├Âchte nie mehr auf stehen, bohrt ihre dicken Zehen in den feinen, wei├čen Sand und f├Ąngt an zu singen.
Das Lied vom Meer, der Weite, der gl├╝cklichen Einsamkeit.
Sie lacht laut.
Wieder dieses Gef├╝hl, das wie die wei├če, glibbrige Meeresgischt durch den K├Ârper sch├Ąumt.
Sie steht wieder auf, f├Ąngt sich an zu drehen. Immer schneller um die eigene Achse.
Gl├╝ck.
Weite.
Sie f├Ąllt in sich zusammen und l├Ąchelt.
Leben.

┬ę C.P. Foto: G.B.

3 Comments

  1. Anonymous July 25, 2010

    ein so sch├Âner text, grosse klasse! – (du schaffst es mein gef├╝hl beim jogging ├╝ber die sandbank von spo in worte zu fassen). ­čśë m.p.

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  2. Anonymous July 27, 2010

    sitze im b├╝ro, schliesse die augen und sehne mich nach urlaub.
    l.g.c.p.

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  3. Anonymous August 8, 2010

    es kommt zu of "sie" vor.. sonst schon mal ein gutes gedicht f├╝r eine anf├Ąngerin!!

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