Lena – In den Herzen aller EuropĂ€er

“Ich bin so glĂŒcklich. Ich hĂ€tte nie gedacht, dass ich das schaffen wĂŒrde. Oh, mein Gott. Ich dreh durch!” Lena Mayer-Landrut gewann mit 246 Punkten und riesem Abstand zu ihren Konkurrenten den 56. Eurovision Song Contest. Mit ihrem Lied “Satellite” bezauberte sie ganz Europa und das mit einer Show, die weit weniger kitschig und protzig war als bei ihren vielen Konkurrenten: keine LED-LĂ€mpchen im Kleid, keine Flammen im Hintergrund, kein Pianist, der sie auf einem glĂ€sernen FlĂŒgel begleitet: nur Lena, im kleinen Schwarzen, Highheels und Locken – Lena pur. Um 0:05 Uhr war es soweit: der Sender ARD verkĂŒndet, dass Lena nicht mehr einzuholen ist. Von den meisten LĂ€ndern bekam Deutschland Punkte, von Neunen sogar die volle Punktzahl. Angefangen hat alles im Februar, als Stefan Raab in seiner Show “Unser Star fĂŒr Oslo” einen “Rohdiamanten suchte, den er zum Juwelen schleifen sollte”. Und das hat er geschafft: Lena sang im Finale des Eurovision Contests vor 14,69 mio. Zuschauern und begeisterte sie alle. Schon wĂ€hrend ihrem bombastischen Aufstieg kam die SchĂŒlerin, die wĂ€hrend des ganzen Medienrummels wie nebenbei auch noch ihr Abitur geschrieben hat, bei allen Altersgruppen Deutschlands an. Ihre lockere, natĂŒrliche Art, das etwas Naive an ihr und vor allem ihr noch so kindliches Auftreten löste in den Zuhörern und -schauern pure Begeisterung aus. Auch in anderen LĂ€ndern prophezeiten schon vorher Medienleute und Musikprofis gute Chancen fĂŒr die junge Teilnehmerin am Wettbewerb. Auch von bissigen Kommentaren ĂŒber ihr Englisch – das höre sich ja an wie ein Farmer im australischen Outback – lies Lena sich nicht unterkriegen. Und das erste Mal seit 28 Jahren, (damals war es Nicole mit ihrem Lied “Ein bisschen Frieden“) gewann Deutschland die grĂ¶ĂŸte Unterhaltungsshow Europas.

© C.P. Fotos: ARD

Sommercharts

Der Sommer steht vor der TĂŒr: FrĂŒhstĂŒck im Garten, Fahrradtouren, Freibadnachmittage und abends mit Freunden grillen. Eines darf dabei aber ganz bestimmt nicht fehlen: Gute-Laune-Sommer-Feeling-Musik. Ob mit der iPod-Station auf dem GepĂ€cktrĂ€ger oder der Gitarre auf dem RĂŒcken, wichtig ist: immer gleich ist langweilig. Deswegen stellen wir ein paar Geheimtipps zusammen, alte Lieder, neue Lieder, bei denen man die 13° im Mai vergisst und von der Sonne trĂ€umt.

Bald kommt noch mehr. Findet ihr, euer Lieblings-Sommer-Song gehört unbedingt auf die Hitliste? Schreib uns: cocomathilde@googlemail.com 🙂
Ach ja, weil diese tolle Wiedergabeliste ja nicht hier einfach so im Archiv untergehen soll gibt es sie jetzt als Seite: On the go, wie ihr es bestimmt vom iPod kennt! Da kommen dann auch im Herbst die Herbsthits rein. 🙂 Und natĂŒrlich dĂŒrfen eure Liedtipps und Kommentare nicht fehlen. 🙂

Savetheworld: WaterAid Teil2

Ach ja! WaterAid wird nicht nur von Einzelpersonen gefördert sondern vor allem auch von großen Firmen. Bekanntes Beispiel ist H&M- die schwedische Modekette (die meisten von den insgesamt etwa 2000 GeschĂ€ften sind aber trotzdem in Deutschland!) unterstĂŒtzt WaterAid als eines von mehreren Projekten seit 2002. Jedes Jahr entwirft H&M einen Bikini, von dem 10% des Preises an WasterAid gespendet werden. Bisher hat H&M etwa 1.264.000 Euro fĂŒr WaterAid aufgebracht.

Aber WaterAid kann auch deine Hilfe gut gebrauchen!
Hier kannst du eingeben, wieviel Geld du spenden möchtest und der ,,Calculator” sagt dir, was WaterAid damit finanzieren könnte. Frag doch auch mal in deinem Bekanntenkreis nach, ob jemand Lust hat auch zu spenden -Du findest sicher jemanden! …Oder du veranstaltest einen Charity-Walk oder organisierst einen Kuchenverkauf oder eine Tombola oder… Das Geld, was dabei zusammenkommt spendest du einfach und hast dann auch ein richtig gutes (vielleicht fast heldenhaftes) GefĂŒhl bei der ganzen Sache!
Na dann… Viel GlĂŒck beim Spenden-erwirtschaften!
© C.K.

Savetheworld: WaterAid Teil1

Wasser und SanitĂ€ranlagen sind fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich -gehören einfach zum Alltag dazu. Wir kennen das Leben gar nicht anders. Ohne Trinkwasser? Ohne Toiletten? Ohne Duschen? Das können WIR uns gar nicht vorstellen. NatĂŒrlich… eigentlich wissen wir ja auch, dass es LĂ€nder gibt in denen es nicht genug Wasser gibt und keine SanitĂ€ranlagen aber die harte RealitĂ€t die kennt keiner so genau. Fakt ist:
-884 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sicherem sauberen Wasser (das ist einer von 8 Personen)
-2,6 Billionen Menschen haben keinen Zugang zu sanitÀren Anlagen (das sind 2/5 der Bevölkerung)
-1,4 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Diarrhea (Krankheit) als Folge der schlechten Wasserversorgung und der mangelnden Hygiene

Wenn man diese schlichten Zahlen liest, dann will man gerne etwas dagegen unternehmen. Aber was? Und vor allem wie? Man könnte natĂŒrlich ein paar Flaschen in ein Paket packen und beispielsweise nach Ethiopien verschicken -aber ist das sinnvoll? Hilft das den Menschen? ,,Nein”, dachte sich auch der EnglĂ€nder David Colett im Jahr 1981 und grĂŒndetete eine Organisation fĂŒr Hygiene und sauberes Wasser in LĂ€ndern, in denen es nicht selbstverstĂ€ndlich ist: WaterAid sollte ihr Name sein. Ziel war und ist es immernoch fĂŒr sanitĂ€re Anlagen und sauberes Trinkwasser in armen LĂ€ndern zu sorgen. Die ersten beiden Projekte starteten in Sri Lanka und Sambia -nach 4 Jahren kamen weitere zehn LĂ€nder -darunter Tansania dazu. Mittlerweile sind es 26 LĂ€der in Afrika, Asien und dem Pazifikraum. Außerdem möchte WaterAid möglichst alles dabei richtig machen -also auch fair. So werden z.B. Frauen, MĂ€dchen, alte Menschen, Behinderte und Diskriminierte mit in die Arbeit eingebunden, weil sie im normalen Alltag hĂ€ufig ausgeschlossen und ĂŒbersehen werden. Auch im internen Bereich versucht WaterAid fair zu sein. Die GrundsĂ€tze und die praktische Arbeit sind somit geprĂ€gt von allen Mitarbeitern seien es die Gemeinden z.B. in Afrika, Partnerorganisationen, freiwillige Helfer in England oder feste Angestellte. Weil die Arbeit auch in der Zukunft den Menschen nĂŒtzen soll, arbeitet WaterAid nachhaltig, innovativ und effektiv. Beispielsweise bringt WaterAid schon den Kindern den hygienischen Umgang mit Wasser und sanitĂ€ren Anlagen bei.
,,Dont let it drop!”, so lautet der Aufruf der Organisation und meint mit diesem Wortspiel, dass die Chefs aller LĂ€nder, die sich im September dieses Jahres dazu besinnen sollen ihr Abkommen von 2000 nicht fallen zu lassen, sondern alles daran setzen sollen ihr Ziel allen Menschen auf der Erde sauberes Trinkwasser und sanitĂ€re Anlagen zu ermöglichen zu erreichen. Um dafĂŒr zu kĂ€mpfen haben viele Menschen kurze Filmchen gedreht und zeigen sie bei Youtube:
Wenn ihr mehr ĂŒber WaterAid wissen wollt findet ihr unter: http://www.wateraid.org/ weitere Informationen.
© C.K.

Weltweiser: Neuseeland – Im Reich der Kiwis


Beeindruckende WasserfĂ€lle, schneeweiße StrĂ€nde, rauschende GebirgsflĂŒsse und saftige Wiesen: Neuseeland bietet eine atemberaubende Vielfalt an Vegetationen und NaturphĂ€nomenen. Und nicht nur das: neben den kilometerweiten Schafswiesen und dem karibik-Ă€hnlichen Meer gibt es Metropolen, die alles bieten, was sich ein StĂ€dter wĂŒnscht. Und nebenbei herrscht dieses aus zwei Inseln bestehende Land sĂŒdöstlich von Australien auch noch ĂŒber eine exotische Kultur, von den Ureinwohner, den Maoris, bis zu der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der ca. 4 Millionen Einwohner, die, versehen mit einer gewissen Selbstironie, sich selbstbewusst: Kiwis. Dieser Begriff ist hier in Deutschland bekannt unter einer exotischen, grĂŒnen Frucht, die, je nach Saison, mal sauer, mal sĂŒĂŸ, zu hart oder zu weich ist. In Neuseeland hingegen nennt man Kiwis auch eine in Neuseeland lebende Vogelart.

Neuseeland wurde, man weiß es nicht genau, gegen Ende des 13. Jahrhunderts entdeckt und es siedelten sich in mehreren “Besiedlungswellen” immer mehr Einwanderer auf dem Land auf der anderen Seite der Erde an. Als erster EuropĂ€er kam der niederlĂ€ndische KapitĂ€n Abel Tasman. Dannach brach lange Niemand nach Neuseelnad auf, erst 1770 kam der Seefahrer James Cook wieder auf die Insel.
Die alte, neuseelĂ€ndische Kultur heißt Maori. Sie wurde von den zu Ă€hnlicher Zeit wie die Entdeckung Neuseelands im 13. Jahrhundert gegrĂŒndet. In der Sprache der Maori heißt Neuseeland Aotearoa, was die schöne Übersetzung “Land der langen, weißen Wolke” hat. Dies ist wohl auf die Form der beiden großen Inseln zurĂŒckzufĂŒhren.
Das Klima in Neuseeland ist sehr dem in Mitteleuropa Ă€hnlich: relativ kalte Winter, kĂŒhle bis milde Übergangsjahreszeiten und durchschnittlich warme Sommer. Die Temperaturen und die Sonnentage-Anzahl variiert in diesem Land etwas, da die sĂŒdliche der beiden Inseln deutlich weiter sĂŒdlich, also zur Antarktis hin, liegt.
Neuseeland ist sehr dĂŒnn besiedelt ist (ca. 16 Einwohner pro kmÂł), im Gegensatz zu Deutschland (231 pro kmÂČ). Die meisten der Einwohner leben in den großen StĂ€dten wie Auckland, Wellingten (Neuseelands Hausptstadt) oder Christchurch. Nur wenige leben in kleineren KĂŒsten- oder Inland-Orten, die aber dann oft typischer fĂŒr Neuseeland sind, da es dort viel mehr Natur zu sehen gibt als in den großen StĂ€dten.
Es gibt noch so viel mehr zu erzĂ€hlen, ĂŒber die Kultur, die Einwohner, die Natur und das Leben in Neuseeland, doch das wĂŒrde zu lang werden. Deshalb mach ich hier Schluss, denn ich hoffe ihr habt einen ersten Eindruck ĂŒber dieses Land bekommen. Falls jemand noch etwas zuzufĂŒgen hat: Fotos, Erlebnisberichte und spannende Fakten bitte an cocomathilde@googlemail.com . Einzelnes können wir diesem Post dann noch anhĂ€ngen.
Recherchiert habe ich neben einigen BĂŒchern auf Wikipedia und www.neuseeland.de.
Bilder von: Wikipedia.
P.S.: Sorry, fĂŒr den Fehler: Nicht AUCKLAND ist die Hauptstadt Neuseelands, sonern WELLINGTON!

© C.P.

KĂŒhlschrankpoesie

Hast du auch diese lustigen bunten Buchstabenmagneten? Bestimmt. Und sonst gibt es ja auch noch diese Wortmagnete in weiß. Meistens auf englisch. Traditionell hĂ€ngen diese Buchstaben am KĂŒhlschrank. KĂŒhlschrankpoesie also…

Unser KĂŒhlschrank sieht so aus:
Und… wie viel Poesie und Philosophie steckt in deinem KĂŒhlschrank? Mail uns deinen KĂŒhlschrank: cocomathilde@googlemail.com!
© C.K.

Rezept: FrĂŒhlingshafter Avocadabrotaufstrich


FĂŒr humorvolle, fröhliche Menschen mit Hunger!!!

Avocado ist auch so ganz lecker- aber auf Broten sĂ€ttigen sie viel mehr. Probier dieses Rezept aus, wenn nette Leute zu Besuch sind, denn die werden vor Genuss in die Höhe springen. Am besten draußen in der Sonne mit einem kĂŒhlen GetrĂ€nk essen und genießen! Dieses Rezept ist einfach und lecker und gesund und hĂŒbsch und… du wirst es selbst sehen… einfach genial!!!
FĂŒr diese leckeren Avocadobrote (etwa einen großen Teller voll) brauchst du:

1/2 Avocados
1 Packung HĂŒttenkĂ€se
Salz und Pfeffer
Schwarzbrot (z.B. Pumpernickel)
wenn du magst ein paar frische KraĂŒter (z.B. Kresse)
Zubereitung:
Schneide die Avocados in StĂŒcke und zerdrĂŒcke sie mit einer Gabel in einer SchĂŒssel. FĂŒge nach und nach HĂŒttenkĂ€se hinzu und mische die beiden Zutaten sorgfĂ€ltig. Verteile die grĂŒne Masse auf die Brotscheiben und streue die KrĂ€uter darauf.
Und fertig!
Tipp: Du kannst auch noch etwas Zitronensaft darĂŒber geben, wenn du GĂ€ste hast. So bleibt die Avocadomasse grĂŒn und wird nicht so schnell braun. Und als Dipp mit Tortillas (Maischips) zum reindippen schmeckt es auch sehr gut!
© C.K.

Die anspruchsvollen Kleinen dieser Welt

,,Und was kann der?”,fragt mich die vierjĂ€hrige Pia, als sie den PlĂŒschlöwen von Steiff aus dem Geschenkpapier gewickelt hat. Wild drĂŒckt sie auf dem ,,Knopf im Ohr” herum und dreht und wendet ihn dabei. Irgendwann wird ihr klar, dass das nicht der On-Knopf ist, der das gefĂ€hrliche Tier zum LosbrĂŒllen bringt. Schließlich gibt sie auf, schleudert die arme Raubkatze auf ihren knalle rosa Kinderwagen neben dem ihr -ebenfalls rosa Einhorn auf dem Boden liegt und ein GlitzertĂ€schchen umhĂ€ngen hat. Sie holt aus einem Prinzessin Lilifee Koffer einen pinken Nintendo und hockt sich zwischen einem Haufen DVDs und einem FeenkostĂŒm auf das letzte Fleckchen nicht-von-Spielzeug-bedecktem-Boden, um in ihrem Spiel das nĂ€chste Level zu erreichen. Traurig eigentlich, denke ich. Buchklassiker, Brettspiele oder Spielzeug aus Holz ist nirgendwo zu sehen in diesem Haufen rosa Zeug. Noch nicht einmal die Gardine oder das Bett sind andersfarbig. Dass die Kinder immer anspruchsvoller werden ist ja ĂŒberall bekannt. Aber es ist ja wirklich schade, dass sie bei ihrer Spielzeug-Evolution nicht so sehr auf die QualitĂ€t achten, dass wĂŒrde doch der Menschheit einen Fortschritt bescheren! Aber nein -es ist ihnen völlig egal, ob das Spielzeug aus einer Kinderarbeit-Fabrik in China kommt oder woandersher. Die Hauptsache ist doch, dass es entweder elktrisch betrieben, rosa (bei den Jungs blau oder grĂŒn) oder wenigstens zum grĂ¶ĂŸten Teil aus Plastik besteht- oder?! Schlau wird man auch daraus nicht, denn frĂŒher ging es doch auch ohne. Aber das Wichtigste ist ja, dass die Kleinen Spaß haben und dann muss man eben auch Opfer bringen. Nur schade drum, dass in 500 Jahren vielleicht keiner mehr etwas ĂŒber Pippi Langstrumpf und Mensch Ă€rgere dich nicht weiß. Naja…, wenigstens kann ich jetzt nachvollziehen, warum im Augenblick viele, viele SpielzeuglĂ€den Pleite gehen und darum schließen mĂŒssen.
Traurig, ist es aber trotzdem!
© C.K.

Savetheworld: Tansania

Tansania liegt im Osten Afrikas an der Grenze zu Kenia. Es ist ein Land voller Besonderheiten und interessanter Menschen. Doch Tansania hat nicht nur Schönheiten zu bieten, denn in diesem Land sind die meisten Menschen sehr arm und haben wenig zu essen.

Im etwa eine Millionen km2 großen Tansania sind ungefĂ€hr 30 Millionen Menschen zu hause. Doch die Bevölkerung hatte es nicht leicht. Nachdem Tansania von 1885 bis 1918 zu Deutsch- Ostafrika, gelangte es nach der Niederlage des Deutschen Kaiserreichs im ertsen Weltkrieg in den Besitz des britischen Empires. Erst am 9. Dezember 1961 wurde das Land mit der Hauptstadt Dodoma unabhĂ€ngig. Ihre Flagge sollte die neu gewonnene Freiheit des Landes und seiner Bevölkerung symbolisieren, sodass sie eine grĂŒn-schwarz-goldene Flagge entwarfen: GrĂŒn stand fĂŒr das Land, schwarz fĂŒr die Bevölkerung darin und gold fĂŒr die kostbaren Ressourcen ihres Landes. 1963, als die Inseln Zansibar und Pemba, die vorher zu den britischen Protektoraten gehört hatten, dem Land zugesprochen wurden, wurde der Flagge noch blau hinzugefĂŒgt. Es sollte den Meeresanschluss zu den beiden Inseln darstellen. Außerdem wurde in diesem Jahr die Vereinigte Republik Tansania gegrĂŒndet.


,,Die reichen LĂ€nder werden reicher, weil ihre wirtschaftliche StĂ€rke ihnen wirtschaftliche Macht verleiht; die armen LĂ€nder bleiben arm, weil ihre wirtschaftliche SchwĂ€che sie zu Marionetten im Machtspiel der Anderen macht.”,schrieb Julius Nyerere, der erste tansanische StaatsprĂ€sident im Jahre 1977. Er wurde 1962 zum PrĂ€sidenten der Vereinigten Republik Tansanias gewĂ€hlt und bekam dadurch die schwierige Aufgabe sein Land, das wirtschaftlich nicht sehr gut da stand, weil es so lange europĂ€ische Kolonie gewesen war, nicht nur politisch -sondern auch wirtschaftlich aufzubauen. Im Gegensatz zu mehreren anderen ostafrikanischen LĂ€ndern erlegte Tansania jedoch nur in den Jahren, in denen es große Mengen an Sisal produzierte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ein großes Problem in dem Land ist auch, dass die schulische Ausbildung nicht fĂŒr alle selbstverstĂ€ndlich war bzw. ist, denn auch heute noch sind etwa 30% der Menschen in Tansania Analphabeten. Doch Nyerere hat es in seiner Laufbahn als tansanischer PrĂ€sident geschafft dieses Problem ein bisschen zu verbessern, indem er Schulen bauen ließ. Auch versuchte er das große Krankheitsrisiko im Land einzudemmen und baute KrankenhĂ€user. Dies waren Erfolge, die nicht jedes afrikanische Land verbuchen konnte. Ein großes GlĂŒck ist, dass 90% der 120 StĂ€mme im Land nicht nur ihre eigene Sprache und Kultur pflegen -sondern aauch das sogenannte Kisuaheli sprechen. So konnte Kisuaheli zur Nationalsprache der Tansanier gemacht werden. Außerdem kam es in Tansania nicht wie in anderen LĂ€ndern mit verschiedenen Ethnien oft zu Stammeskonflikten, was das NationalgefĂŒhl der Tansanier verbesserte. Doch wirtschaftlich konnte Nyerere, der auch ,,Lehrer der Nation” von seinem Land genannt wurde, nicht viel bewirken, sodass seine Politik auch Gegner fand: innen- sowie außenpolitisch. Nyerere starb am 14.10.99 in einem londoner Krankenhaus an LeukĂ€mie.
Das Land hat jedoch nicht nur mit politischen Problemen zu kĂ€mpfen, denn in Tansania herrscht große Armut und viele Menschen haben dei gefĂ€hrliche Krankheit Aids. Die Infektionsrate liegt bei etwa 40% – in vielen Gegenden ist sie sogar noch höher. Leider gibt es vor allem viele Kinder, die kaum eine Lebenschance haben, weil sie schon bei der Geburt von ihren Eltern angesteckt wurden. In dem Buch ,,Das MĂ€dchen, das Löwen sah” geht es um ein tansanisches mĂ€dchen mit einer langen Geschichte: geprĂ€gt von Aids, Verlusten und neuer Hoffnung. Das Buch erzĂ€hlt sehr schön vom echten Leben in Afrika und man weiß danach auch, wohin Gelder aus Hilfsorganisationen fließen oder fließen sollten. Die meisten großen Organisationen investieren viel Geld in verschiedenen afrikanische LĂ€nder. Es gibt aber auch Organisationen, die speziell fĂŒr Tansania sind.