Sommercharts

Der Sommer steht vor der T├╝r: Fr├╝hst├╝ck im Garten, Fahrradtouren, Freibadnachmittage und abends mit Freunden grillen. Eines darf dabei aber ganz bestimmt nicht fehlen: Gute-Laune-Sommer-Feeling-Musik. Ob mit der iPod-Station auf dem Gep├Ącktr├Ąger oder der Gitarre auf dem R├╝cken, wichtig ist: immer gleich ist langweilig. Deswegen stellen wir ein paar Geheimtipps zusammen, alte Lieder, neue Lieder, bei denen man die 13┬░ im Mai vergisst und von der Sonne tr├Ąumt.

Bald kommt noch mehr. Findet ihr, euer Lieblings-Sommer-Song geh├Ârt unbedingt auf die Hitliste? Schreib uns: cocomathilde@googlemail.com ­čÖé
Ach ja, weil diese tolle Wiedergabeliste ja nicht hier einfach so im Archiv untergehen soll gibt es sie jetzt als Seite: On the go, wie ihr es bestimmt vom iPod kennt! Da kommen dann auch im Herbst die Herbsthits rein. ­čÖé Und nat├╝rlich d├╝rfen eure Liedtipps und Kommentare nicht fehlen. ­čÖé

Savetheworld: WaterAid Teil2

Ach ja! WaterAid wird nicht nur von Einzelpersonen gef├Ârdert sondern vor allem auch von gro├čen Firmen. Bekanntes Beispiel ist H&M- die schwedische Modekette (die meisten von den insgesamt etwa 2000 Gesch├Ąften sind aber trotzdem in Deutschland!) unterst├╝tzt WaterAid als eines von mehreren Projekten seit 2002. Jedes Jahr entwirft H&M einen Bikini, von dem 10% des Preises an WasterAid gespendet werden. Bisher hat H&M etwa 1.264.000 Euro f├╝r WaterAid aufgebracht.

Aber WaterAid kann auch deine Hilfe gut gebrauchen!
Hier kannst du eingeben, wieviel Geld du spenden m├Âchtest und der ,,Calculator” sagt dir, was WaterAid damit finanzieren k├Ânnte. Frag doch auch mal in deinem Bekanntenkreis nach, ob jemand Lust hat auch zu spenden -Du findest sicher jemanden! …Oder du veranstaltest einen Charity-Walk oder organisierst einen Kuchenverkauf oder eine Tombola oder… Das Geld, was dabei zusammenkommt spendest du einfach und hast dann auch ein richtig gutes (vielleicht fast heldenhaftes) Gef├╝hl bei der ganzen Sache!
Na dann… Viel Gl├╝ck beim Spenden-erwirtschaften!
┬ę C.K.

Savetheworld: WaterAid Teil1

Wasser und Sanit├Ąranlagen sind f├╝r uns selbstverst├Ąndlich -geh├Âren einfach zum Alltag dazu. Wir kennen das Leben gar nicht anders. Ohne Trinkwasser? Ohne Toiletten? Ohne Duschen? Das k├Ânnen WIR uns gar nicht vorstellen. Nat├╝rlich… eigentlich wissen wir ja auch, dass es L├Ąnder gibt in denen es nicht genug Wasser gibt und keine Sanit├Ąranlagen aber die harte Realit├Ąt die kennt keiner so genau. Fakt ist:
-884 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sicherem sauberen Wasser (das ist einer von 8 Personen)
-2,6 Billionen Menschen haben keinen Zugang zu sanit├Ąren Anlagen (das sind 2/5 der Bev├Âlkerung)
-1,4 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Diarrhea (Krankheit) als Folge der schlechten Wasserversorgung und der mangelnden Hygiene

Wenn man diese schlichten Zahlen liest, dann will man gerne etwas dagegen unternehmen. Aber was? Und vor allem wie? Man k├Ânnte nat├╝rlich ein paar Flaschen in ein Paket packen und beispielsweise nach Ethiopien verschicken -aber ist das sinnvoll? Hilft das den Menschen? ,,Nein”, dachte sich auch der Engl├Ąnder David Colett im Jahr 1981 und gr├╝ndetete eine Organisation f├╝r Hygiene und sauberes Wasser in L├Ąndern, in denen es nicht selbstverst├Ąndlich ist: WaterAid sollte ihr Name sein. Ziel war und ist es immernoch f├╝r sanit├Ąre Anlagen und sauberes Trinkwasser in armen L├Ąndern zu sorgen. Die ersten beiden Projekte starteten in Sri Lanka und Sambia -nach 4 Jahren kamen weitere zehn L├Ąnder -darunter Tansania dazu. Mittlerweile sind es 26 L├Ąder in Afrika, Asien und dem Pazifikraum. Au├čerdem m├Âchte WaterAid m├Âglichst alles dabei richtig machen -also auch fair. So werden z.B. Frauen, M├Ądchen, alte Menschen, Behinderte und Diskriminierte mit in die Arbeit eingebunden, weil sie im normalen Alltag h├Ąufig ausgeschlossen und ├╝bersehen werden. Auch im internen Bereich versucht WaterAid fair zu sein. Die Grunds├Ątze und die praktische Arbeit sind somit gepr├Ągt von allen Mitarbeitern seien es die Gemeinden z.B. in Afrika, Partnerorganisationen, freiwillige Helfer in England oder feste Angestellte. Weil die Arbeit auch in der Zukunft den Menschen n├╝tzen soll, arbeitet WaterAid nachhaltig, innovativ und effektiv. Beispielsweise bringt WaterAid schon den Kindern den hygienischen Umgang mit Wasser und sanit├Ąren Anlagen bei.
,,Dont let it drop!”, so lautet der Aufruf der Organisation und meint mit diesem Wortspiel, dass die Chefs aller L├Ąnder, die sich im September dieses Jahres dazu besinnen sollen ihr Abkommen von 2000 nicht fallen zu lassen, sondern alles daran setzen sollen ihr Ziel allen Menschen auf der Erde sauberes Trinkwasser und sanit├Ąre Anlagen zu erm├Âglichen zu erreichen. Um daf├╝r zu k├Ąmpfen haben viele Menschen kurze Filmchen gedreht und zeigen sie bei Youtube:
Wenn ihr mehr ├╝ber WaterAid wissen wollt findet ihr unter: http://www.wateraid.org/ weitere Informationen.
┬ę C.K.

Weltweiser: Neuseeland – Im Reich der Kiwis


Beeindruckende Wasserf├Ąlle, schneewei├če Str├Ąnde, rauschende Gebirgsfl├╝sse und saftige Wiesen: Neuseeland bietet eine atemberaubende Vielfalt an Vegetationen und Naturph├Ąnomenen. Und nicht nur das: neben den kilometerweiten Schafswiesen und dem karibik-├Ąhnlichen Meer gibt es Metropolen, die alles bieten, was sich ein St├Ądter w├╝nscht. Und nebenbei herrscht dieses aus zwei Inseln bestehende Land s├╝d├Âstlich von Australien auch noch ├╝ber eine exotische Kultur, von den Ureinwohner, den Maoris, bis zu der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der ca. 4 Millionen Einwohner, die, versehen mit einer gewissen Selbstironie, sich selbstbewusst: Kiwis. Dieser Begriff ist hier in Deutschland bekannt unter einer exotischen, gr├╝nen Frucht, die, je nach Saison, mal sauer, mal s├╝├č, zu hart oder zu weich ist. In Neuseeland hingegen nennt man Kiwis auch eine in Neuseeland lebende Vogelart.

Neuseeland wurde, man wei├č es nicht genau, gegen Ende des 13. Jahrhunderts entdeckt und es siedelten sich in mehreren “Besiedlungswellen” immer mehr Einwanderer auf dem Land auf der anderen Seite der Erde an. Als erster Europ├Ąer kam der niederl├Ąndische Kapit├Ąn Abel Tasman. Dannach brach lange Niemand nach Neuseelnad auf, erst 1770 kam der Seefahrer James Cook wieder auf die Insel.
Die alte, neuseel├Ąndische Kultur hei├čt Maori. Sie wurde von den zu ├Ąhnlicher Zeit wie die Entdeckung Neuseelands im 13. Jahrhundert gegr├╝ndet. In der Sprache der Maori hei├čt Neuseeland Aotearoa, was die sch├Âne ├ťbersetzung “Land der langen, wei├čen Wolke” hat. Dies ist wohl auf die Form der beiden gro├čen Inseln zur├╝ckzuf├╝hren.
Das Klima in Neuseeland ist sehr dem in Mitteleuropa ├Ąhnlich: relativ kalte Winter, k├╝hle bis milde ├ťbergangsjahreszeiten und durchschnittlich warme Sommer. Die Temperaturen und die Sonnentage-Anzahl variiert in diesem Land etwas, da die s├╝dliche der beiden Inseln deutlich weiter s├╝dlich, also zur Antarktis hin, liegt.
Neuseeland ist sehr d├╝nn besiedelt ist (ca. 16 Einwohner pro km┬│), im Gegensatz zu Deutschland (231 pro km┬▓). Die meisten der Einwohner leben in den gro├čen St├Ądten wie Auckland, Wellingten (Neuseelands Hausptstadt) oder Christchurch. Nur wenige leben in kleineren K├╝sten- oder Inland-Orten, die aber dann oft typischer f├╝r Neuseeland sind, da es dort viel mehr Natur zu sehen gibt als in den gro├čen St├Ądten.
Es gibt noch so viel mehr zu erz├Ąhlen, ├╝ber die Kultur, die Einwohner, die Natur und das Leben in Neuseeland, doch das w├╝rde zu lang werden. Deshalb mach ich hier Schluss, denn ich hoffe ihr habt einen ersten Eindruck ├╝ber dieses Land bekommen. Falls jemand noch etwas zuzuf├╝gen hat: Fotos, Erlebnisberichte und spannende Fakten bitte an cocomathilde@googlemail.com . Einzelnes k├Ânnen wir diesem Post dann noch anh├Ąngen.
Recherchiert habe ich neben einigen B├╝chern auf Wikipedia und www.neuseeland.de.
Bilder von: Wikipedia.
P.S.: Sorry, f├╝r den Fehler: Nicht AUCKLAND ist die Hauptstadt Neuseelands, sonern WELLINGTON!

┬ę C.P.

K├╝hlschrankpoesie

Hast du auch diese lustigen bunten Buchstabenmagneten? Bestimmt. Und sonst gibt es ja auch noch diese Wortmagnete in wei├č. Meistens auf englisch. Traditionell h├Ąngen diese Buchstaben am K├╝hlschrank. K├╝hlschrankpoesie also…

Unser K├╝hlschrank sieht so aus:
Und… wie viel Poesie und Philosophie steckt in deinem K├╝hlschrank? Mail uns deinen K├╝hlschrank: cocomathilde@googlemail.com!
┬ę C.K.

Rezept: Fr├╝hlingshafter Avocadabrotaufstrich


F├╝r humorvolle, fr├Âhliche Menschen mit Hunger!!!

Avocado ist auch so ganz lecker- aber auf Broten s├Ąttigen sie viel mehr. Probier dieses Rezept aus, wenn nette Leute zu Besuch sind, denn die werden vor Genuss in die H├Âhe springen. Am besten drau├čen in der Sonne mit einem k├╝hlen Getr├Ąnk essen und genie├čen! Dieses Rezept ist einfach und lecker und gesund und h├╝bsch und… du wirst es selbst sehen… einfach genial!!!
F├╝r diese leckeren Avocadobrote (etwa einen gro├čen Teller voll) brauchst du:

1/2 Avocados
1 Packung H├╝ttenk├Ąse
Salz und Pfeffer
Schwarzbrot (z.B. Pumpernickel)
wenn du magst ein paar frische Kra├╝ter (z.B. Kresse)
Zubereitung:
Schneide die Avocados in St├╝cke und zerdr├╝cke sie mit einer Gabel in einer Sch├╝ssel. F├╝ge nach und nach H├╝ttenk├Ąse hinzu und mische die beiden Zutaten sorgf├Ąltig. Verteile die gr├╝ne Masse auf die Brotscheiben und streue die Kr├Ąuter darauf.
Und fertig!
Tipp: Du kannst auch noch etwas Zitronensaft dar├╝ber geben, wenn du G├Ąste hast. So bleibt die Avocadomasse gr├╝n und wird nicht so schnell braun. Und als Dipp mit Tortillas (Maischips) zum reindippen schmeckt es auch sehr gut!
┬ę C.K.

Die anspruchsvollen Kleinen dieser Welt

,,Und was kann der?”,fragt mich die vierj├Ąhrige Pia, als sie den Pl├╝schl├Âwen von Steiff aus dem Geschenkpapier gewickelt hat. Wild dr├╝ckt sie auf dem ,,Knopf im Ohr” herum und dreht und wendet ihn dabei. Irgendwann wird ihr klar, dass das nicht der On-Knopf ist, der das gef├Ąhrliche Tier zum Losbr├╝llen bringt. Schlie├člich gibt sie auf, schleudert die arme Raubkatze auf ihren knalle rosa Kinderwagen neben dem ihr -ebenfalls rosa Einhorn auf dem Boden liegt und ein Glitzert├Ąschchen umh├Ąngen hat. Sie holt aus einem Prinzessin Lilifee Koffer einen pinken Nintendo und hockt sich zwischen einem Haufen DVDs und einem Feenkost├╝m auf das letzte Fleckchen nicht-von-Spielzeug-bedecktem-Boden, um in ihrem Spiel das n├Ąchste Level zu erreichen. Traurig eigentlich, denke ich. Buchklassiker, Brettspiele oder Spielzeug aus Holz ist nirgendwo zu sehen in diesem Haufen rosa Zeug. Noch nicht einmal die Gardine oder das Bett sind andersfarbig. Dass die Kinder immer anspruchsvoller werden ist ja ├╝berall bekannt. Aber es ist ja wirklich schade, dass sie bei ihrer Spielzeug-Evolution nicht so sehr auf die Qualit├Ąt achten, dass w├╝rde doch der Menschheit einen Fortschritt bescheren! Aber nein -es ist ihnen v├Âllig egal, ob das Spielzeug aus einer Kinderarbeit-Fabrik in China kommt oder woandersher. Die Hauptsache ist doch, dass es entweder elktrisch betrieben, rosa (bei den Jungs blau oder gr├╝n) oder wenigstens zum gr├Â├čten Teil aus Plastik besteht- oder?! Schlau wird man auch daraus nicht, denn fr├╝her ging es doch auch ohne. Aber das Wichtigste ist ja, dass die Kleinen Spa├č haben und dann muss man eben auch Opfer bringen. Nur schade drum, dass in 500 Jahren vielleicht keiner mehr etwas ├╝ber Pippi Langstrumpf und Mensch ├Ąrgere dich nicht wei├č. Naja…, wenigstens kann ich jetzt nachvollziehen, warum im Augenblick viele, viele Spielzeugl├Ąden Pleite gehen und darum schlie├čen m├╝ssen.
Traurig, ist es aber trotzdem!
┬ę C.K.

Savetheworld: Tansania

Tansania liegt im Osten Afrikas an der Grenze zu Kenia. Es ist ein Land voller Besonderheiten und interessanter Menschen. Doch Tansania hat nicht nur Sch├Ânheiten zu bieten, denn in diesem Land sind die meisten Menschen sehr arm und haben wenig zu essen.

Im etwa eine Millionen km2 gro├čen Tansania sind ungef├Ąhr 30 Millionen Menschen zu hause. Doch die Bev├Âlkerung hatte es nicht leicht. Nachdem Tansania von 1885 bis 1918 zu Deutsch- Ostafrika, gelangte es nach der Niederlage des Deutschen Kaiserreichs im ertsen Weltkrieg in den Besitz des britischen Empires. Erst am 9. Dezember 1961 wurde das Land mit der Hauptstadt Dodoma unabh├Ąngig. Ihre Flagge sollte die neu gewonnene Freiheit des Landes und seiner Bev├Âlkerung symbolisieren, sodass sie eine gr├╝n-schwarz-goldene Flagge entwarfen: Gr├╝n stand f├╝r das Land, schwarz f├╝r die Bev├Âlkerung darin und gold f├╝r die kostbaren Ressourcen ihres Landes. 1963, als die Inseln Zansibar und Pemba, die vorher zu den britischen Protektoraten geh├Ârt hatten, dem Land zugesprochen wurden, wurde der Flagge noch blau hinzugef├╝gt. Es sollte den Meeresanschluss zu den beiden Inseln darstellen. Au├čerdem wurde in diesem Jahr die Vereinigte Republik Tansania gegr├╝ndet.


,,Die reichen L├Ąnder werden reicher, weil ihre wirtschaftliche St├Ąrke ihnen wirtschaftliche Macht verleiht; die armen L├Ąnder bleiben arm, weil ihre wirtschaftliche Schw├Ąche sie zu Marionetten im Machtspiel der Anderen macht.”,schrieb Julius Nyerere, der erste tansanische Staatspr├Ąsident im Jahre 1977. Er wurde 1962 zum Pr├Ąsidenten der Vereinigten Republik Tansanias gew├Ąhlt und bekam dadurch die schwierige Aufgabe sein Land, das wirtschaftlich nicht sehr gut da stand, weil es so lange europ├Ąische Kolonie gewesen war, nicht nur politisch -sondern auch wirtschaftlich aufzubauen. Im Gegensatz zu mehreren anderen ostafrikanischen L├Ąndern erlegte Tansania jedoch nur in den Jahren, in denen es gro├če Mengen an Sisal produzierte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ein gro├čes Problem in dem Land ist auch, dass die schulische Ausbildung nicht f├╝r alle selbstverst├Ąndlich war bzw. ist, denn auch heute noch sind etwa 30% der Menschen in Tansania Analphabeten. Doch Nyerere hat es in seiner Laufbahn als tansanischer Pr├Ąsident geschafft dieses Problem ein bisschen zu verbessern, indem er Schulen bauen lie├č. Auch versuchte er das gro├če Krankheitsrisiko im Land einzudemmen und baute Krankenh├Ąuser. Dies waren Erfolge, die nicht jedes afrikanische Land verbuchen konnte. Ein gro├čes Gl├╝ck ist, dass 90% der 120 St├Ąmme im Land nicht nur ihre eigene Sprache und Kultur pflegen -sondern aauch das sogenannte Kisuaheli sprechen. So konnte Kisuaheli zur Nationalsprache der Tansanier gemacht werden. Au├čerdem kam es in Tansania nicht wie in anderen L├Ąndern mit verschiedenen Ethnien oft zu Stammeskonflikten, was das Nationalgef├╝hl der Tansanier verbesserte. Doch wirtschaftlich konnte Nyerere, der auch ,,Lehrer der Nation” von seinem Land genannt wurde, nicht viel bewirken, sodass seine Politik auch Gegner fand: innen- sowie au├čenpolitisch. Nyerere starb am 14.10.99 in einem londoner Krankenhaus an Leuk├Ąmie.
Das Land hat jedoch nicht nur mit politischen Problemen zu k├Ąmpfen, denn in Tansania herrscht gro├če Armut und viele Menschen haben dei gef├Ąhrliche Krankheit Aids. Die Infektionsrate liegt bei etwa 40% – in vielen Gegenden ist sie sogar noch h├Âher. Leider gibt es vor allem viele Kinder, die kaum eine Lebenschance haben, weil sie schon bei der Geburt von ihren Eltern angesteckt wurden. In dem Buch ,,Das M├Ądchen, das L├Âwen sah” geht es um ein tansanisches m├Ądchen mit einer langen Geschichte: gepr├Ągt von Aids, Verlusten und neuer Hoffnung. Das Buch erz├Ąhlt sehr sch├Ân vom echten Leben in Afrika und man wei├č danach auch, wohin Gelder aus Hilfsorganisationen flie├čen oder flie├čen sollten. Die meisten gro├čen Organisationen investieren viel Geld in verschiedenen afrikanische L├Ąnder. Es gibt aber auch Organisationen, die speziell f├╝r Tansania sind.

Geschichte: Wer er ist?

Er sitzt in dem Kellerloch. Dunkel. Er sieht nichts, hat Angst, gro├če Angst. Jetzt sp├╝rt er, wie etwas ├╝ber sein nacktes Bein krabbelt. Schritt f├╝r Schritt, bis es den Saum seiner Hosen erreicht. Er schaudert, denn er kann sich denken was das ist. Es rieselt etwas Staub von der Decke, landet in seinen Haaren. Er packt rein, f├╝hlt was klebriges, haariges. Spinnweben. Seine Angst w├Ąchst. Auch vor der Stille f├╝rchtet er sich, zu still, zu be├Ąngstigend. Nicht normal. Die Spinne krabbelt wieder runter. Gl├╝ck gehabt. Er rutscht ein wenig, lehnt sich dann an die dreckige Betonwand. Es kratzt ihn, aber er will sich so wenig wie m├Âglich bewegen. Er schlie├čt erstmal die Augen, wei├č n├Ąmlich nicht wer er ist.
Er h├Ârt Stimmen. Woher die kommen? Wei├č er nicht, viele Stimmen. Wo er ist, fragt er sich immer noch. Die Stimmen werden lauter. Wie er hier hingekommen ist. Wer er ist. Wei├č er nicht.
Die Stimmen werden lauter, irgendwas blinkt. Beunruhigend. Er sp├╝rt die Spinne um seinen Fu├č krabbeln, l├Ąsst die Augen geschlossen, will nichts sehen. Er hat Angst.
Eine Sirene, Stimmen. Hell – dunkel – hell – dunkel. Wer er ist. Warum er hier ist. Fragt er sich alles. wer er ist. Und wo. Seine Gedanken drehen sich im Kreis. Er legt sich auf den Bauch, auf dem Boden ist Staub. Die Spinne ist weg. K├╝hler Stein. Es kitzelt in der Nase. Hat Angst zu niesen. der Betonboden gibt ihm Sicherheit. Er macht sich ganz flach, dr├╝ckt sich gegen den Stein. Staub.
Wer er ist.
┬ę C.P.